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Ich will wieder 5 sein

Ist das ein Rosenkrieg, der hier gezeigt wird? – System Error…

Wisst ihr, was ich wirklich hasse?

Menschen, die Vorurteile haben und Dinge so abstempeln, wie es ihnen gerade am besten in den Kram passt! Und ja, um ehrlich zu sein: Ich hasse Menschen eigentlich fast alle. Es gibt nur wenige, denen...

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Menschen, die Vorurteile haben und Dinge so abstempeln, wie es ihnen gerade am besten in den Kram passt!
Und ja, um ehrlich zu sein: Ich hasse Menschen eigentlich fast alle. Es gibt nur wenige, denen ich mehr als nur ein kurzes "Hallo" schenke.

Ich bin tatsächlich eher der Typ, der aus reiner Erziehung „Hallo“ sagt – nicht, weil ich dich wirklich mag. Denn der kleine Unterschied zwischen meinem höflichen „Hallo“ und einer Begrüßung für Menschen, die fest zu meinem Leben gehören, ist genau dieses eine Wort.

Ein Mensch, dem ich nicht nur aufgrund meiner Erziehung guten Tag sage, sondern aufgrund meiner Einstellung zu ihm, wird nie nur ein bloßes "Hallo" von mir bekommen. Er würde sonst denken, wir hätten Streit!

Ich habe vor jedem einzelnen meiner wahren Freunde den größten Respekt – in jeder Lebenslage. Dieser Respekt ist kein Geschenk, das ich dir im Vorbeigehen vor die Füße werfe.

Es ist das, was sie sich durch ihren Charakter verdient haben, und was sie zu dem macht, was sie heute für mich sind.

Du kannst mir Menschen vorstellen, ich schaue sie mir an und weiß sofort: Der eine ist nur eine kurze Begegnung. Der andere erinnert mich an den Boxsack, der in meiner Wohnung lange von der Decke hing.

Ich bin der Letzte, der unbedingt Stress oder Ärger sucht. Aber ich bin auch davon überzeugt, dass ich der Letzte bin, mit dem man Stress haben sollte! Jeder kann auf mich zukommen, mit mir reden, Missverständnisse aus der Welt schaffen und vielleicht die erste Meinung – die ja immer zählt – doch noch mal kippen.

Nur habe ich anscheinend eine Gabe, die Menschen ohne Anstand und Ehre magisch anzieht. Sogar Menschen, die auf ihr Vaterland einst einen Schwur abgaben.

Ich schreibe hier meine Gedanken einfach nieder, weil ich das aktuell für mich brauche, um zu verarbeiten.
Dann sehe ich da plötzlich Menschen, die sich mir in den Weg stellen, die versuchen, mir das Leben schwer zu machen – und mich so nur dazu bringen, mehr und mehr zu zeigen, was eigentlich möglich ist!

Lasst uns eines festhalten: Nicht ich bin das Opfer. Ich bin nur derjenige, der das auf den Tisch bringt, was schon lange hätte geklärt werden müssen!
Vielleicht bin ich das Opfer einer Richterin. Und einer Frau, die ihre Erziehung bei jemandem genießen musste, der alles andere ist als ein ehrenvoller Vater oder gar ein vorbildlicher pensionierter Polizist.
Ja, aus diesem Grund fängt man an, Menschen zu hassen.

Das Verrückte daran ist: Ich war nie das vollkommen verzogene Kind. Tatsächlich kann ich mich an eine Zeit erinnern, da wohnte ich in einem Doppel-Hochhaus mit 18 und 21 Etagen. Und ja, in meiner Hälfte vom Hochhaus kannte ich die meisten sogar mit Namen. Ich wusste, in welcher Etage sie wohnten, welchen Job sie machten und noch vieles mehr.

Das zeigt, dass ich schon als kleiner Stift immer interessiert an dem war, was drumherum passiert. Aber es erklärt auch, wie aus einem kleinen Jungen, der in jedem das Gute sah, ein Mann wurde, der heute sagt: "Ich hasse Menschen."

Wenn mir damals jemand erzählte, er sei Polizist, Feuerwehrmann, Richter oder Schließer im Gefängnis, bekam ich als kleiner Junge große Augen. Ich war stolz, solche Menschen in unserem Hochhaus, mitten in der Platte, als Nachbarn zu haben!

Ich kann mich erinnern, wie ich oft zum Polizisten sagte: "Verdammt cool, das will ich auch irgendwann machen." Oder wie ich den Feuerwehrmann mit großen, leuchtenden Augen ansah, wenn er mal wieder rußgeschwärzt wie ein Schornsteinfeger vom Einsatz kam.
Das klingt für den einen oder anderen Leser jetzt vielleicht wie die Geschichte vom süßen Nachbarsjungen von nebenan.

Nur frage ich Sie: Kennen Sie Ihre Nachbarn noch so? Können Sie den Polizisten von nebenan ansprechen und fragen, ob das Essen in der Kantine heute besser war als gestern?
Ich denke nicht!

Denn genau diesen Zusammenhalt kennt heute niemand mehr. Und die Menschen, die mir mal ein Vorbild durch und durch waren, sind heute in ihren Berufen oft nicht mehr wiederzuerkennen.

Aber soll ich Ihnen etwas sagen, meine Damen und Herren?

Die Menschen von damals haben ihren Job noch genau aus diesem Grund gemacht ☝️: Weil sie die Anerkennung vom kleinen Nachbarsjungen gesehen haben und sie zu schätzen wussten! Diese Menschen sind sauber durch ihr Berufsleben gegangen und wissen auch heute noch das Gespräch mit dem Nachbarn zu schätzen.

Heute wohne ich in einem Haus, gar nicht weit entfernt von dem Ort, der mich das alles erleben ließ. Ich kenne meine Nachbarn auch heute noch. Aber man kennt sie anders. Von den meisten hat man keine Ahnung, was sie beruflich machen oder wie sehr sie sich selbst treu sind.

Man kann sagen, es ist ein 4-Stufen-System der Anonymität geworden:

Beim einen fragt man sich jedes Mal, ob der überhaupt hier wohnt.

Beim anderen weiß man das zwar, aber nicht mal die Etage.

Beim nächsten weiß man, wo er wohnt, erkennt am Outfit vielleicht den Job und wechselt mal ein paar Worte.

Und die letzten dieser 4 Stufen sind zu Freunden geworden. Aber nicht mehr so wie damals im Hochhaus – wo man vertraute, einfach weil sie diesen Job hatten und im selben Haus lebten – sondern weil sie sich das Vertrauen hart erarbeiten mussten.

Heute ist das alles nicht mehr so. Jeder, der diese alte Zeit miterleben durfte und diesen Zusammenhalt vermisst, würde seinem Kind heute wohl verbieten, was meine Mutter damals als absolut bedenkenlos ansah: Vertrauen zu haben.

Denn mal ganz ernsthaft: Kennen Sie so etwas noch? Wissen Sie, wovon ich rede?

Es zeigt uns so verdammt viel, was es heute nicht mehr gibt! Damals hielt sich niemand für etwas Besseres. Jeder hat den anderen respektiert. Ein Richter, ein Polizist, ein Feuerwehrmann und eine Mutter mit drei Kindern lebten unter einem Dach, grüßten sich beim Namen und freuten sich ehrlich, dass es dem anderen gut ging.

Das Schlimme ist nicht, dass die Menschen das vergessen haben.
Das Schlimme ist, dass Menschen sich heute auf ihre Treppenstufen stellen, ihre "neue Höhe" ausnutzen und denken, sie wären etwas Besseres. Und das, obwohl ihre eigenen Vorfahren noch zeigten, dass man nur existieren kann, wenn man auch dem anderen seine Existenz gönnt. Sie nutzen eine Macht aus, die sie skrupelloser wirken lässt als den härtesten Mafia-Boss – dabei haben sie diese Macht doch nur bekommen, weil wir Bürger das Vertrauen hatten, ihnen diese Aufgabe zu übergeben.

Wissen Sie, was daran wirklich traurig ist?

Dass der kleine Junge, der ich mal war, mit seinem Urvertrauen nicht zeigte, wie sorgenlos ein Kind ist. Er zeigte vielmehr, wie sehr ihm Lebenserfahrung fehlte.

Denn der Mann von heute muss vor Angst bei einem Richter und dessen Macht immer nur hoffen, dass dieser auch noch weiß, wie man sie so einsetzt, wie es dieses kindliche Vertrauen einst vorausgesetzt hat!
Damit können wir zwei Dinge festhalten:

Es haben sich nicht nur die Menschen verändert, die heute lieber Abstand suchen und sich sagen "Ich hasse Menschen".

Sondern auch die Einstellung zum Job und der Wert dahinter sind vergessen worden. Und schlimmer noch: Sie greifen damit in die Erziehung kleiner Kinder ein, reden ihnen Mist ein, nur um andere bei ihren Taten zu schützen.
Ist es also wirklich ein "Rosenkrieg", wenn es schon lange nicht mehr nur um eine Trennung geht?

Kommt schon, gebt euch selbst die passende Antwort darauf.

Traurig, aber wahr.

Und ihr wisst ja...

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